Die Geschichte Des OMS

Der ursprüngliche Orden des Senfkorns wurde im Jahre 1716 von einer Gruppe von Schulfreunden an der Akademie Halle im heutigen Ostdeutschland unter der Leitung eines jungen Adligen namens Nicholas Ludwig von Zinzendorf gegründet. Sie sahen ihre Gesellschaft als eine Art geistliche Ordnung der Ritterschaft, die nicht der persönlichen Ehre oder dem eigenen Fortschritt, sondern dem radikalen Dienst Jesu Christi des Königs gewidmet war. Die Regeln, nach denen sie sich zu leben verpflichtet haben, änderten sich und reiften mit dem Wachstum des Ordens, aber das Basis ihres Versprechens blieb immer das Gleiche:

  1. Christus treu zu sein
  2. Menschen gegenüber freundlich zu sein
  3. Das Evangelium den Nationen bringen

Für diese jungen Männer kam „Christus treu zu sein“ vor allem in ihrer persönlichen Heiligung zum Ausdruck; In der späteren Entwicklung gehörte auch die komplexen Herausforderungen dazu, mit Integrität in der Mitten der Opposition zu arbeiten. „Menschen gegenüber freundlich zu sein“ umfasste eine Verpflichtung den Armen zu helfen und auch lernen seine Feinde in praktischer Art und Weise zu lieben. Und ihr Bestreben, „ Das Evangelium den Nationen bringen“ führte zu missionarischer Pionierarbeit in Europa und in allen Teilen der bekannten Welt.

Zinzendorf und andere wurden zu den Führern der mährischen Erneuerung, die als „eins der klarsten Geisteswirkungen in der Kirchengeschichte“ beschrieben wird. Die Hingabe Zinzendorfs, „Menschen gegenüber freundlich zu sein“, führte ihn dazu, religiöse Flüchtlinge, die vor der Verfolgung in Mähren (der heutigen Tschechische Republik) flohen, auf seinem Gutshof in Herrnhut in Deutschland aufzunehmen. Das Bild auf der Titelseite der Website zeigt wie der Gutshof heute aussieht. Im August 1727 erlebten sie ein dramatisches Wirken des Heiligen Geistes, welches sie zu einer Gebetswache führte, die sie Tag und Nacht über die nächsten 100 Jahre fortsetzten. Die Gemeinschaft in Herrnhut wurde zum Zentrum einer geistlichen Erweckung, die zur Gründung radikaler missionarischer Gemeinschaften auf der ganzen Welt führte. Innerhalb von fünf Jahren sandten sie ihre ersten Missionare aus, um unter den Sklaven in der Karibik zu arbeiten. Sie boten sogar an, selbst Sklaven zu werden, wenn das nötig wäre um diejenigen zu erreichen, für die sich sonst niemand zu interessieren schien. Diese frühen mährischen Pioniere waren die ersten „Laienmissionare“ und die ersten, die von einer nicht staatlich geförderten Organisation in der modernen Geschichte ausgesandt wurden. Gleich darauf folgten Missionen nach Grönland, Nordamerika, Afrika und dem Fernen Osten.Während dieser bemerkenswerten Periode war der Senfkorn-Bund das Leitprinzip, das sie in Mission und Dienst trieb. Es führte sie auch zurück auf den richtigen Weg, wenn sie in die irre gingen. Zu ihren Mitgliedern gehörten einflussreiche Menschen wie der König von Dänemark und der Erzbischof von Canterbury, „Außenseiter“ wie der Chef des Cree-Stammes der Ureinwohner Amerikas und gewöhnliche Menschen aus vielen Lebensbereichen, sie alle verpflichteten sich dazu außergewöhnliche Dinge in Gottes Königreich zu tun.

Soweit wir wissen, bestand der ursprüngliche Orden des Senfkorns nicht weit über das späte 18. Jahrhundert hinaus. Wir behaupten nicht, eine direkte Fortsetzung des Ordens zu sein, aber wir erkennen sie als eine Inspiration und eine Herausforderung an, Christus treu in unserer Generation zu dienen, so wie sie es taten.

OMS Und 24-7 Gebet

In den frühen Jahren des 24/7 Gebets, als wir Geistesgeschwister in der mährischen Gemeinschaft in Herrnhut entdeckten, gab es eine 24-7 Gebetsgemeinschaft in Reading, England, die eine Gemeinschaft auf der Grundlage neuer Experimente des Mönchtum bauten. Diese nannten wir anfänglich Boiler Room.

Boiler Room sind Gemeinschaften, die sich auf einen disziplinierten Rhythmus des Gebets konzentrieren und sich äußeren und aufstrebenden Praktiken von Kreativität, Gastfreundschaft, Lernen, Mission und Gerechtigkeit verpflichten. Natürlich ist das nicht gerade eine neue Idee. Das Boiler Room modell stammt aus den Beschreibungen der Frühen Kirche im Buch der Apostelgeschichte. »Diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet« (Apostelgeschichte 1:14), während sie das Evangelium predigten (siehe Apostelgeschichte 2:14) Apostelgeschichte 2:42) und sich aufopferungsvoll für die Armen einsetzten (siehe Apostelgeschichte 2:45).

Wir sind auch zutiefst durch die alten keltischen christlichen Gemeinschaften ispiriert, die Gebet und Mission so erfolgreich vor mehr als tausend Jahren kombinierten. Ihre klösterlichen Siedlungen (genannt Muintir) prägten die Kultur Nordeuropas und evangelisierten die britischen Inseln effektiver als jede andere Mission vorher oder seither.

Diese Experimente im Mönchtum waren keine bloße Romantik für vergangene Zeiten. Fast jede große klösterliche Bewegung begann als eine heftige Reaktion auf die Verkümmerung von Religion. Das Klosterwesen ist von jeher ein Schrei nach Veränderung – in unseren eigenen Herzen, in einer zuvorkommenden Kirche und in der Gesellschaft insgesamt.

Im September 2004 haben wir ein einfaches Dokument erstellt, um die Vision für Boiler Room zu definieren und zu zeigen, wie Gemeinschaften die 6 Praktiken täglich leben können. Wenig später zeigten wir dieses Dokument einem weisen alten Mönch in der Abtei von Turvey. Er lachte. „Das ist wunderbar,“ entgegnete er, „Sie haben eine klösterliche Regel erstellt.“
Das Herzblut der Boiler Room Regel ist von den mährischen Gemeinde in Herrnhut inspiriert; Christus treu zu sein, Menschen gegenüber freundlich zu sein, das Evangelium den Nationen zu bringen.

Wie sieht es aus, wenn diese Prinzipien praktisch ausgelebt werden? Wie können sie so natürlich werde, wie das Atmen? Mit großer Freude erkannten wir, dass unsere sechs Boiler Room praktiken auf den drei Prinzipien beruhen und somit hohe Ambitionen auf den Boden des praktischen Lebens bringen.

  1. Was bedeutet es, Christus treu zu sein?
  • Wir leben gebetserfüllt.
  • Wir feiern Kreativität zu Seiner Herrlichkeit.
  1. Was bedeutet es, Menschen gegenüber freundlich zu sein?
  • Wir üben Gastfreundschaft.
  • Wir zeigen Gottes Barmherzigkeit und Gerechtigkeit.
  1. Was bedeutet es, den Nationen das Evangelium zu bringen?
  • Wir verpflichten uns zum lebenslangen Lernen, damit wir die Kultur mitgestalten und Jünger machen können, indem wir selbst in Jüngerschaft wachsen.
  • Wir engagieren uns in Mission und Evangelisation.
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In den ersten 15 Jahren der 24-7 Gebetsbewegung, in denen wir mit der Boiler Room regel im gemeinschaftlichen Kontext lebten, lernten wir auch was das auf einer persönlicher Ebene bedeutet. Dieser Weg hat zur Schaffung der Regel geführt, da sie von Einzelnen befolgt wurde. Heute nennen wir sie die Regel des Senfkorn Ordens.

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